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Lauflernhilfen sind überflüssig

Lauflernhilfen, auch Babywalker oder Gehfrei genannt sind Geräte für Kinder im Alter von 6 bis 15 Monaten, die noch nicht laufen können. Sie bestehen aus einem Plastikgestell auf Rädern mit integriertem Sitz. Je nach Modell sitzt oder steht das Kind darin und berührt mit den Zehenspitzen den Fußboden. Sobald es sich abstößt, rollt der Babywalker los.

Lauflernhilfen sind gefährlich

Experten raten seit längerem von der Verwendung von Lauflernhilfen ab, da sich selbst unter Aufsicht schwere Unfälle nicht vermeiden lassen.

Die Gründe:

1) Geschwindigkeit. Mit den Babywalkern können die Kleinen Geschwindigkeiten von bis zu 10 km/h erreichen. Im Haus können sie so gegen Tischkanten oder Regale knallen und sich verletzen.

2) Stürze. Kinder können Treppen herunterfallen oder über Hindernisse stürzen. Häufige Unfallfolgen: Schädelbrüche, Gehirnerschütterungen oder Arm- und Beinbrüche. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) setzt sich auch deshalb für ein Verbot der Lauflernhilfen ein. In Kanada sind die Geräte bereits seit April 2004 verboten.

3) Verbrühungen. Kinder stehen fast aufrecht in den Lauflernhilfen. Somit erreichen sie auch Gegenstände, die höher liegen und bringen sich damit in Gefahr. Zum Beispiel beim brodelnden Topf auf dem Herd, den giftige Medikamente von der Kommode oder der heißen Teetasse vom Tisch.

4) Verzögerung. Kinder, die häufig im Babywalker sitzen, laufen ihrer motorischen Entwicklung eher hinterher. Statt die Motorik zu fördern, behindern die Geräte sie. Sie lernen im Schnitt später laufen.

Das Team von Babymarkt Online meint:
Verzichten Sie auf die Lauflernhilfe. Ich kleiner Liebling lernt auch so schnell genug laufen.

Bildquelle: www.test.de